Kitchen-Ops
Wochenplaner für die Küche mit KI-Unterstützung — und einem Zugangskonzept, das zu einer Handvoll Menschen passt statt zum offenen Internet.
- Status
- live
- Art
- eigenes Projekt, selbst betrieben
- Adresse
- kitchenops.kainx.de
- Seit
- 2026
- Technik
- PocketBase · LLM-API · Caddy · LXC


Der Bedarf
Essensplanung liegt nie an einer Stelle: ein Teil im Kopf, ein Teil auf einem Zettel, der Rest fällt donnerstags auf. Gesucht war etwas, das mehrere Leute gemeinsam pflegen können und das beim Vorschlagen hilft, ohne die Planung zu übernehmen.
Was es kann
Die Woche als Ganzes, gemeinsam gepflegt, mit Vorschlägen auf Wunsch. Die KI-Funktionen laufen nicht direkt aus dem Browser gegen den Anbieter, sondern über einen eigenen Vermittler auf dem Server.
Der Grund dafür in einem Satz: Ein Zugangsschlüssel, der im Browser landet, ist kein Geheimnis mehr — jeder Besucher kann ihn auslesen und auf fremde Rechnung weiterverwenden. Der Vermittler behält den Schlüssel auf dem Server.
Wie es betrieben wird
Die Anwendung ist öffentlich erreichbar, aber nicht offen:
- Registrierung nur mit Einladungscode. Die Seite steht im Netz, die Nutzerschaft ist trotzdem abgegrenzt.
- Verwaltungsoberfläche und Benutzerverwaltung werden schon am Reverse-Proxy abgewiesen. Was gar nicht durchkommt, kann auch keine Lücke haben.
- Schreibrechte hat nicht jeder, der ein Konto hat.
- Backups laufen nächtlich, sieben Stände werden vorgehalten und der Rest wieder ausgeräumt. Ein Backup, das den Speicher vollschreibt, fällt später aus.
Einmal zurückgeholt, nicht nur angelegt
Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Also habe ich es gemacht: die nächtliche Sicherung ausgepackt und daraus eine zweite, abgetrennte Instanz auf einem eigenen Port gestartet — die laufende Anwendung blieb unberührt.
Dann gegengezählt, Tabelle für Tabelle: 278 Gerichte, 49 Vorratsposten, 45 Favoriten, 15 Konten. Identisch zum Original. Die wiederhergestellte Instanz meldete sich gesund und lieferte ihre Oberfläche aus, während die produktive weiterlief.
Mitgenommen habe ich zwei Dinge. Erstens: Jetzt weiß ich, dass die Sicherung etwas taugt, statt es zu hoffen. Zweitens ein offener Punkt — die Anwendung kann Bilder verarbeiten, bisher wurde aber keines hochgeladen. Sobald das passiert, gehört derselbe Test noch einmal gemacht, denn dann muss auch der Dateispeicher in der Sicherung landen.
Was dabei schiefging
Der Server versuchte bei jedem Anmeldevorgang, eine Benachrichtigungsmail zu verschicken — ohne eingerichteten Mailversand. Die Versuche stapelten sich als hängende Prozesse und haben das Systemprotokoll geflutet, bis man darin nichts anderes mehr fand.
Seitdem gehört die Frage „was will dieser Dienst eigentlich nach außen schicken?” bei mir zur Einrichtung — nicht zur Fehlersuche danach.